Ratgeber

Soziago-Ratgeber im Aufbau

Die Internetseiten von Soziago befinden sich derzeit noch im Aufbau. Dazu gehört auch der Ratgeber.

Im Ratgeber sind derzeit nur wenige Einträge vorhanden. Zur Zeit sind wir damit beschäftigt unser Anbieterverzeichnis aufzubauen und sicher zu stellen, dass die Website von Soziago gut funktioniert.
Da wir noch ein kleines Team sind und wir viel zu tun haben, mussten wir erstmal ein paar Aufgaben nach hinten stellen - dazu gehört der Ratgeber.
Denn wir wollen für jede Information in unserem Ratgeber, dass sie nicht nur richtig und zutreffend ist, sondern auch stets aktuell. Das bedeutet viel Arbeit und die können wir erst Schritt für Schritt erledigen.

Der Soziago-Ratgeber wird in den kommenden Monaten weiter mit Artikeln, Nachrichten und Informationen gefüllt.

Was ist Soziale Arbeit?

Grundlagen der Sozialen Arbeit sind die Prinzipien der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit.

Soziale Arbeit erarbeitet Lösungen für Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Soziale Arbeit befähigt die Menschen, in ihrer Selbstbestimmung, d.h. in ihrer freien Entscheidung ihr Leben besser zu gestalten.

Soziale Arbeit greift dort ein, wo Menschen mit ihrer Umwelt in Interaktion treten.

Soziale Arbeit stützt sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse über menschliches Verhalten und soziale Systeme.

Welche Leistungen gehören zur Sozialer Arbeit?

Soziale Arbeit ist sehr umfassend und reicht in viele verschiedene Lebensbereiche. Um eine Systematik und Übersichtlichkeit zu erlagen haben wir von Soziago die vielen Tätigkeitsfelder der Sozialen Arbeit in vier Hauptbereiche unterteilt.

Familien:
Leistungen für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien. Hier geht es um Kinderbetreuung, Beratung oder Unterstützung im Alltag bis hin zu Maßnahmen der stationären Jugendhilfe.
- Beratung für Eltern, Familien, Jugendliche und Kinder
- Kindertagesbetreuung (Krippe, Kinderarten, Hort)
- Freizeitangebote für Familien, Kinder und Jugendliche
- Bildungsangebote für Eltern, Kinder und Jugendliche
- Ambulante Kinder- und Jugendhilfe
- Stationäre Kinder- und Jugendhilfe

Erwachsenenhilfe:
Hier geht es um Leistungen für erwachsene Menschen mit Unterstützungsbedarf im Alltag, im Beruf oder zuhause. Ursachen können sehr unterschiedlich sein, wie z.B. eine körperliche, psychische oder seelische Behinderung, Alter oder schwierige Lebenssituationen.
Eine Ausnahme bilden die Hilfen für Familien mit behinderten Kindern, die von Seiten der deutschen Sozialgesetzgebung nicht inter Kinder- und Jugendhilfe zu finden sind.

- Beratung für Hilfeempfänger/Kunden und Angehörige
- Soziale Dienstleistungen: ambulant
- Soziale Dienstleistungen: stationär
- Treffpunkte und Freizeiteinrichtungen
- Hilfen für Familien mit behinderten Kindern
- Sonstige soziale Dienstleistungen für Erwachsene


Pflege:
Kranken- oder Altenpflege - ein großer Bereich der viele Millionen Menschen in Deutschland unmittelbar betrifft.
- Beratung für Angehörige, Pflegeberatung, Beratung MDK usw.
- Ambulante Pflegeleistungen
- Unterstützung für Angehörige
- Hauswirtschaftliche Serviceleistungen
- Sonstige Pflegeleistungen

Gerichtsmaßnahmen:
Hier geht es um Leistungen die sozialarbeiterische Tätigkeiten sind und im gerichtlichen Umfeld stattfinden.
- Hilfen bei Familiengericht (Verfahrenspfleger, Umgangspfleger)
- Jugendgerichtshilfen
- gesetzliche/rechtliche Betreuer
- Schuldnerberatung
- sonstige gerichtliche Leistungen

Wer wählt einen Anbieter der Sozialen Arbeit aus?

Betroffene Menschen können unter vergleichbaren Anbietern frei wählen, welcher die Leistungen erbringen soll. Man spricht hier von einem Wunsch- und Wahlrecht.
Die verschiedenen deutschen Sozialgesetzbücher (SGB) stellen eine Teilhabe der betroffenen Menschen sicher.
Bei der Auswahl sowie der Ausführung der Leistungen sind die betroffenen Menschen zu beteiligen. Die persönliche Lebenssituation sowie geschlechtsspezifische oder religiöse Bedürfnisse sollen berücksichtigt werden.

Wunsch- und Wahlrecht

In den verschiedenen Sozialgesetzbüchern ist ein Wunsch- und Wahlrecht der Betroffenen verankert. Das bedeutet, jeder, der einen Anspruch auf eine soziale Dienstleistung hat, hat auch das Recht bei der Auswahl der Einrichtung mitzubestimmen.

Z.B. § 5 SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz): "Die Leistungsberechtigten haben das Recht, zwischen Einrichtungen und Diensten verschiedener Träger zu wählen und Wünsche hinsichtlich der Gestaltung der Hilfe zu äußern. Sie sind auf dieses Recht hinzuweisen."

Eine Einschränkung erhält dieses Recht nur insofern, dass nicht erhebliche Mehrkosten entstehen dürfen oder die ausgewählten Einrichtungen in der Regel eine Leistungsvereinbarung mit der jeweiligen Behörde haben müssen.

Wer arbeitet im Sozialbereich?

So vielfältig wie die Bereiche der Sozialarbeit sind, so vielfältig sind auch die vertretenen Berufe.

Erzieher*innen und Pflegekräfte zählen ebenso zu den Beschäftigten in der Sozialarbeit, wie Sozialpädagoge*innen, Sozialarbeiter*innen, Erziehungswissenschaftler*innen, Pädagoge*innen oder auch therapeutische Berufe wie Ergo-, Kunst- oder Musiktherapeut*innen.

Welche Anbieter gibt es in der Sozialen Arbeit?

In der deutschen Sozialwirtschaft gibt es über 250.000 Einrichtungen. Diese werden von vielen verschiedenen Trägern betrieben.
Hier gibt es große Verbände, mit tausenden Mitarbeitern ebenso wie einzelne Selbstständige, die z.B. einen Pflegedienst oder eine Kindertagesstätte betrieben. Außerdem gibt es viele mittelständige Betriebe, die in einer bestimmten Region ein bestimmtes Leistungsspektrum abdecken.
Viele der Einrichtungen und Träger sind gemeinnützig, es gibt aber auch ganz herkömmlich profitorientierte Unternehmen.
Ob die Qualität der Arbeit gut oder weniger gut ist, hängt weder von der der Größe, noch von der Gemeinnützigkeit ab.

Leistungsanspruch

Der Leistungsanspruch ergibt sich aus den verschiedenen Sozialgesetzbüchern. In der Regel stellen die zuständigen Behörden anhand der Sozialgesetzbücher den Leistungsanspruch fest.

Zum Beispiel stellt die Behörde für Soziales oder Familien fest, ob jemand den Anspruch auf einen Kindergartenplatz hat. In dieser Form geschieht dies auch mit Pflege- oder Betreuungsleistungen, nur das andere Behörden oder Dienste zuständig sind.

Der Leistungsanspruch wird in der Regel per Bescheid festgestellt. Bei einem Bescheid besteht für die Antragsteller immer die Möglichkeit eines Widerspruchs.